Lebendiger Advent

Weihnachten steht vor der Tür. Wir feiern die Geburt Christi mit Gottesdiensten, Festessen mit Familien und Freunden und mit Geschenken. Um uns die Zeit der Erwartung nicht so lang werden zu lassen, verschenken wir Adventskalender an unsere Lieben. Dieser Brauch reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert. Aus einfachen Kreidestrichen an der Tür, von denen man jeden Tag einen wegwischte, entwickelten sich die 24 Türchen, wohinter sich die schönsten Bildchen verbargen oder aber Schokolade und andere Naschereien. Neulich sah ich bei Karstadt in der Parfümerieabteilung ein Exemplar gefüllt mit Cremes und Düften für die ungeduldig auf Weihnachten wartenden, schönheitsbewussten Damen. Was es alles gibt!

Ein ganz anderer Adventskalender erwartet Sie in Findorff. Drei engagierte Frauen in unserer Nachbarschaft haben schon seit Monaten einen „Lebendigen Adventskalender“ vorbereitet. In den letzten Jahren waren sie in anderen Stadtteilen dabei, als die Bewohner ihre Haustüren öffneten und den Besuchern eine Überraschung präsentierten.

Annette hat schon in den letzten Jahren aktiv teilgenommen, und ihre Freundinnen haben zugeschaut „ Die Weihnachtszeit nicht nur als kommerzielles Spektakel erleben, das finde ich wichtig,“ erklärt sie. „Sich auf den Weg machen und eine halbe Stunde innehalten.“ Barbara betont das nachbarschaftliche Miteinander. „Außerdem macht es auch Freude, solch ein Projekt generationsübergreifend vorzubereiten“, ergänzt Susanne.

Am 29.11. geht es dann los. Dreimal die Woche, am Sonntag, Mittwoch und Freitag um 18 Uhr werden bis zum 20.12. Menschen in Findorff ihre Türen öffnen. Die Besucher bleiben allerdings draußen und dürfen sehen und hören, was extra für sie vorbereitet wurde. Vielleicht Musik oder Theater? Lassen wir uns überraschen. Sicherlich werden auch ein paar Weihnachtslieder gesungen. Die ganze Veranstaltung dauert etwa 30 Minuten.

Das erste Türchen wird vor dem „Nahbei“ in der Findorffstraße 108, Ecke Thielenstraße geöffnet, der letzte Termin ist am 20. Dezember in der Martin-Luther-Kirche. Die weiteren Tage und Orte werden auf Plakaten, z. B. im Schaukasten, Handzetteln oder durch Mundpropaganda bekannt gegeben. Bei Glatteis oder Regen fällt die Veranstaltung aus.

Vielleicht haben Sie Lust bekommen auf dieses vorweihnachtliche Beisammensein mit Bewohnern unseres sympathischen Stadtteils. Wenn Ihnen nach einer Spende ist, so wird dort eine entsprechende Dose sein. Die Einnahmen werden für einen wohltätigen Zweck verwendet.

Ich wünsche Ihnen allen einen besinnlichen Advent.

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Elsbeth Menze-Dittmayer