Frieden schaffen…

Im November begehen Christen die Ökumenische Friedensdekade. Sie wollen besonders an den zehn Tagen vor Buß- und Bettag, vom 8. bis 18. November, im Sinne des christlichen Bekenntnisses für den Frieden in der Welt Zeugnis ablegen.

Ihren Ursprung hat die Friedensdekade in den achtziger Jahren in der kirchlichen Jugendarbeit in der damaligen DDR. Seit 1992 wird sie jedes Jahr in ganz Deutschland von vielen Konfessionen und Organisationen gemeinsam begangen. Die Friedensdekade hat dieses Jahr das Thema „Grenzerfahrung“.

Grenzerfahrungen haben auch die Menschen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und vielen anderen Ländern hinter sich, die vor Krieg, Gewalt, Verfolgung und Armut nach Deutschland geflohen sind. In der Hoffnung auf ein besseres Leben werden in diesem Jahr über 10.000 in Bremen um Asyl bitten.

Eine besondere Grenzerfahrung machen wir auch in Bremen. Wie und wo können wir helfen und so zum Frieden in unserer Stadt beitragen? Im Sinne der Erklärung der EKD „Zur aktuellen Situation der Flüchtlinge“ werden wir uns der Angekommenen annehmen. In guter Nachbarschaft soll ihnen ein auskömmliches Leben in Frieden und Freiheit möglich sein.

Ein Zeichen ist der „Runde Tisch Findorff.“ Zur Koordinierung der Flüchtlingsarbeit in Findorff hat er sich auf Initiative des Ortsbeirats gebildet. Zu einem Treffen am 22. September 2015 kamen über 200 Interessierte, darunter viele Mitglieder unserer Gemeinde.
Der Runde Tisch wurde ursprünglich für die Betreuung des Containerdorfs an der Corveystraße gebildet und ist auch dafür aktiv. Das Containerdorf wird jedoch erst im Frühjahr 2016 fertig sein. In Findorff sind 16 jugendliche Flüchtlinge in die Räume über der Polizeiwache gezogen.
Die meisten Erstunterkünfte sind jenseits der Grenzen unseres Stadtteils. Dort können auch Findorffer mithelfen, vor allem beim Zuhören, für Begleitung, Dolmetschen und ersten Deuschtunterrricht. Der Verein „Fluchtraum e.V.“ beispielsweise vermittelt Vormundschaften und Mentoren für minderjährige Flüchtlinge. Der Verein „Refugio e.V.“ kümmert sich um Traumatisierte. „Pro Asyl“ berät Flüchtlinge. Die „Diakonie in Bremen“ bietet Flüchtingen Wohngemeinschaften und Mitarbeit zur kulturellen Integration. Mit Geldspenden können die Vereine ihre professionelle Arbeit ausbauen.

Auch Geldspenden an international tätige Hilfsorganisationen helfen. „Brot für die Welt“ sammelt zusammen mit dem „Bündnis Entwicklung Hilft“ Spenden für die Flüchtlingshilfe. Die „Diakonie Katastrophenhilfe“ unterstützt Flüchtlinge weltweit, auch in Südeuropa und im Nahen Osten.

Ein Beitrag für den Frieden ist es auch, den Benachteiligten in unserer Stadt weiterhin beizustehen: Älteren Mitbürgern, Langzeitarbeitslosen, Einkommensschwachen, alleinstehenden Müttern und ihren Kindern, Obdachlosen – um nur einige zu nennen.

An dieser Stelle ist nur Platz für einige wenige Anregungen. Ich möchte Sie einladen, wo möglich, mit allen, die guten Willens sind, in der Flüchtlingshilfe mitzumachen und am Frieden in der Stadt und der Welt mitzuwirken.

Eine Liste aller Initiativen für Flüchtlinge in Bremen finden Sie unter www.bremen-hilft-fluechtlingen.de. Informationen über internationale Flüchtlingshilfen erhalten Sie u.a. auf den Internetseiten www.brot-fuer-die-welt.de und www.diakonie-katastrophenhilfe.de

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