Die letzten Dinge

Que será, será

„Die letzten Dinge“, ein Oratorium von Louis Spohr, wird der Chor am 8. November singen. Diese Komposition geht zurück auf die Offenbarung, das letzte Buch im Neuen Testament. So wird es auch eine kleine Predigtreihe geben über diese besondere Schrift.

In der Offenbarung beschreibt Johannes seine Visionen von der Zukunft: „Dies sind Geheimnisse Gottes … In Bildern zeigt er, was in Kürze geschehen soll.“ (Kapitel 1, Vers 1). In den sehr genau beschriebenen Bildern geht es um wichtige Themen: Was ist das Ziel der Weltgeschichte? Wer hat das letzte Wort im Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen dem „Tier“ und dem Lamm Gottes? Steht uns Chaos bevor oder die Vollendung eines ununterbrochenen Friedensweges durch den schöpferischen Gott?

Bedrohliches wie tröstliches, beides taucht in den Visionen des Sehers Johannes auf. Und beides drückt sich auch hier aus in Tönen und im Gesang. Johannes schaut eine klare zeitliche Ordnung: Am Ende steht der Sieg über alle Finsternis: „Preiset den Herrn! Denn nun ist alle Macht in der Hand unseres Gottes, der herrscht über das All der Welt! Lasst uns fröhlich sein und jauchzen und ihn rühmen, denn das große des Fest des Lammes ist gekommen…“ (Kapitel 19). Jubeltöne werden die düsteren Töne verdrängen, in denen die Anbetung des „Tiers“ laut wird.
„Que será,será“, singen die Menschen, seit Doris Day mit diesen Gedanken vor ein Mikrophon getreten ist: Was sein wird, wird sein – wir können nicht in die Zukunft sehen. Oder doch?

Louis Spohr hat das Oratorium „Die letzten Dinge“ für Soli, Chor und Orchester 1826 zum ersten Mal aufgeführt. Wir laden Sie herzlich ein, es zu hören am 8. November, 18 Uhr, in unserer Kirche. Mitwirkende: Manja Stephan (Sopran), Nina Böhlke (Alt), Heribert Langosz (Tenor), Max Börner (Bass), Capella St.Johannis Arbergen und der Chor der Martin-Luther-Gemeinde unter der Leitung von Christian Färber.

Und wir laden Sie ebenso herzlich ein, sich an den drei vorherigen Sonntagen im Gottesdienst mit der Gedankenwelt des Sehers Johannes vertraut zu machen: 25.10. Pastorin Witte, 1.11. Pastor Kramer, 8.11. Pastor Harms.

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