Diakonin Elke Wesemann wird in ihr Amt eingeführt

„Wenn man es erst mit den unterschiedlichen Treppenhäusern verstanden hat, ist es kein Problem“, sagt Elke Wesemann und lacht. Unterm Dach, direkt über Jugendküche und Jugendraum, hat die Diakonin, die seit Oktober 2010 in der Martin-Luther-Gemeinde tätig ist, ihr Büro. Hier entstehen zahlreiche Ideen für die zukünftige Jugendarbeit in der Gemeinde. Vieles ist bereits angelaufen, vieles wird sich in den nächsten Monaten noch entwickeln. Eines ist aber jetzt schon klar: Der Jugendraum, die Küche und ihr Büro sollen zu einem weiteren, etwas ruhigeren Treffpunkt für Jugendliche werden.
Elke Wesemann ist 31 Jahre alt und mit der evangelischen Jugend aufgewachsen. „Als Jugendliche habe ich viel in der Kirche mitgearbeitet, schnell ist daraus der Wunsch entstanden mein Hobby zum Beruf zu machen“, sagt sie. Letzte Gewissheit gab das Freiwillige Soziale Jahr, das Elke Wesemann in ihrem Heimatkirchenkreis absolvierte. An der Evangelischen Fachhochschule in Hannover studierte sie Sozialwesen und Religionspädagogik. Nach dem Berufspraktikum in einer Gemeinde im sozialen Brennpunkt und der Einsegnung als Diakonin ging es nach Bienenbüttel, einem Dorf in der Nähe Lüneburgs. Vier Jahre leitete sie das dortige Jugendzentrum in kirchlicher Trägerschaft. „Es war eine Zeit, in der ich viel gelernt habe und ausprobieren konnte, viele Herausforderungen gemeistert habe“, resümiert Elke Wesemann ihre Zeit in der offenen Jugendarbeit. Aber es sei einfach Zeit für etwas Neues gewesen. „Es reizte mich nach den vier Jahren wieder im Team zu arbeiten und verstärkt in die kirchliche Jugendarbeit einzusteigen“, begründete Elke Wesemann ihren Wechsel vom Dorf in die Großstadt.
In konkreten Angeboten den christlichen Glauben weitergeben ist eines der Ziele Wesemanns, aber auch die offene Jugendarbeit liege ihr nach wie vor am Herzen. Und so wird das neue Angebot für die Jugendlichen sehr vielschichtig sein. Jugendgottesdienste, Ehrenamtlichen-Schulungen, ein Teamer-Treff, Projekte im Konfirmandenunterricht, eine Jugendfreizeit in den Süden und eine Jugendgruppe gehören dazu. Ein Ziel in der Ausbildung für Ehrenamtliche sei es – ob als Betreuer (Jugendliche ab 14 Jahren) oder als Jugendgruppenleiter (ab 16 Jahren) –, die Jugendlichen der Gemeinde zu ermutigen eigene Ideen ein-zubringen und auch umzusetzen, „die Gemeinde zu gestalten“. Für alle, die sich gerne ehrenamtlich engagieren möchten, aber nicht wissen wie, sei der 14-tägige Teamer-Treff gedacht. Hier gibt Elke Wesemann Tipps zum Ehrenamt und zeigt, wo gerade jemand gebraucht wird. Aber auch über die Treffs hinaus hilft die Diakonin weiter: Ihre Tür stehe jederzeit offen – nicht nur in puncto Ehrenamt.
Einfach nur Teilnehmer können die Jugendlichen in der neuen Jugendgruppe sein, die Elke Wesemann zusammen mit Jugendlichen anbieten werde. Denkbar sei während der Treffen alles von Gesellschaftsspielen über Projekte bis hin zu gemeinsamen Ausflügen. Die Verzahnung der Konfirmanden- mit der Jugendarbeit ist für Wesemann ebenfalls sehr wichtig. Durch gemeinsame Projekte, an denen auch ältere Jugendliche beteiligt sind, könne so früh das Interesse für die Jugendarbeit geweckt werden. „Wenn die Konfirmanden tolle Teamer erleben, bekommen sie auch die Lust länger zu bleiben, selbst aktiv zu werden“, ist sich Elke Wesemann sicher.
Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr, wird Elke Wesemann in einem Gottesdienst, in ihr Amt als Diakonin eingeführt.
Antje Kathrin Jahnke