Immer wieder sonntags … Kinderkirche jeden ersten und dritten Sonntag im Monat

Schuhe aus, Jacken aufhängen und schnell das Namensschild, ein kleines Holz-Blatt, abholen – am besten das für Mama oder Papa gleich mit. Ein kleiner Altar, gekennzeichnet durch ein Tischtuch mit lauter bunten Händeabdrücken und einem bunten Holzkreuz, ist an der Stirnseite des Raumes 1 im Gemeindezentrum aufgebaut. Auf einem ausgerollten Teppich liegt bereits ein weißes Tischtuch mit kleinen blauen Mittel-decken, in der Mitte brennt eine Kerze, daneben stehen Teller mit Obst, Gemüse und Brot sowie zwei bunt bemalte Würfel. Drumherum haben es sich die Kinder, teilweise mit ihren Müttern, Vätern, Großeltern oder auch alleine bereits in einem Sitzkreis gemütlich gemacht. Es ist 10 Uhr und gleich geht es los mit der Kinderkirche (KiKi), wie jeden ersten und dritten Sonntag im Monat, außer es sind Ferien.
Bekannte und neue Gesichter sitzen um den Tisch, zur Begrüßung wird gesungen, „Gott hat alle Menschen lieb“, dazwischen stellt sich jeder kurz vor. Die ganz Kleinen noch ganz schüchtern, ihre Mütter oder Väter müssen die Namen laut sagen, die Großen hingegen schon ganz selbstbewusst. Angeleitet wird die Begrüßung, der erste Teil der Kinderkirche, von einem der Teamer. Danach folgt ein Dankgebet. Bevor sich dann Erwachsene und Kinder über die Gaben hermachen, wird noch „Miteinander essen“ angestimmt. Während des kleinen Frühstücks unterhalten sich alle miteinander. Dieses Ritual gehört dazu, ist immer da, immer wieder gleich und doch anders. Es läutet die Geschichte und das Thema der jeweiligen Kinderkirche ein.
Zum KiKi-Team gehören die Pastoren Harms und Kramer, Pastorin Kauther und zurzeit drei ehrenamtliche Mitarbeiter. Zweimal im Jahr treffen sich alle: im Sommer zum Dankes-Fest, im Winter zur Jahresplanung für das nächste KiKi-Jahr. Ein Hauptamtlicher übernimmt einen oder mehrere Themenblöcke, die Ehrenamtlichen tragen sich ebenfalls ein. Keiner muss jeden Sonntag dabei sein. Jeder macht so mit, wie es ihm gefällt, mal auch nur für einen Themenblock im Jahr. Um die einzelnen Kinderkirchen-Einheiten vorzubereiten, trifft sich das für die Themeneinheit zuständige Team dienstags im Gemeindezentrum. Alle überlegen sich Spiele, Experimente, Basteleinheiten, Lieder, die die zentrale Geschichte und ihre Botschaft begreifbar machen und unterstreichen. Und das alles zweimal, denn für den Hauptteil am Sonntagvormittag trennt sich die Kinderkirchengemeinde immer: Alle Schulkinder gehen nach oben, beschäftigen sich dort mit dem Thema. Die Jüngeren bleiben im unteren Raum. Erst zur Schluss-runde kommen beide Gruppen wieder zusammen. Aber es kann auch sein, dass die ganze Gruppe zusammen bleibt, etwa wenn die Geschichte nachgespielt wird.
Sind alle wieder zurück im Kinderkirchen-Raum, singen alle noch einmal ein passendes Lied zur Geschichte, bevor die Geburtstagskinder der letzten Wochen zu Ehren kommen. „Das wünsch ich sehr“ ist ihr ganz spezielles Lied. Zur Schlussrunde gehört außerdem das Vaterunser und die Weitergabe des Segens. Und dann geht das Gewusel wieder los: Namensschilder werden abgegeben, Schuhe und Jacke angezogen und Freunde verabschiedet. „Bis zur nächsten Kinderkirche“, heißt es dann für Kinder, Eltern und Teamer.
Neue Kinder ab drei Jahren und auch neue Ehrenamtliche, die Lust haben ein paar Sonntagvormittage im Jahr bei der Kinderkirche mitzuhelfen, sind herzlich willkommen. Und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, die Arbeit und der Kindergottesdienst machen richtig Spaß.
Antje-Kathrin Hinrichsen-Mohr
Kinderkirche im Mai ist am Sonntag, 2.5. und 16.5., 10 Uhr.